Wandern in der Sächsischen Schweiz – Die schönsten Wanderwege

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Zerklüftete Felsformationen. Aussichtspunkte mit atemberaubendem Panorama. Wunderschöne, wildromantische Landschaften. Herrliche Täler. Eindrucksvolle Gipfel wie der Lilienstein, einer der Tafelberge der Sächsischen Schweiz, und der Große Winterberg. Die Sächsische Schweiz ist ein Paradies für Freunde anspruchsvoller und einfacher Wanderrouten. Und das nicht ohne Grund. Denn die Sächsische Schweiz bietet soviel mehr als nur Ruhe und Erholung in der Natur.

Und damit auch Ihr Urlaub in der Sächsischen Schweiz zum Erfolg wird, haben wir hier viele Informationen zu den beliebtesten Strecken, den malerischsten Tälern und Sandsteinfelsen für Sie zusammengestellt.

Bedeutung von Wandern in der Sächsischen Schweiz

Welcher Wanderfreund hat nicht schon vom Elbsandsteingebirge gehört? Die Sächsische Schweiz ist der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges in Sachsen und hinterlässt unvergängliche Eindrücke durch bizarre Felsformationen, üppiges dichtes Grün, Schluchten und luftige Höhen. Über 1200 Kilometer an Wanderwegen stehen dem Lauffreudigen hier zur Verfügung. Abgesehen davon ist die Gegend nicht nur ein traditionelles Wandergebiet, sondern auch ein Kletterparadies. Der andere Teil des Elbsandsteingebirges liegt jenseits der Grenze in Tschechien.

Besondere Formationen

Bei einem Besuch in diesem Gebiet Europas, das einst in der Kreidezeit von Meer bedeckt war, stößt man auf den Wanderrouten auf besondere Felsgruppen. Das sind zum einen die Tafelberge und zum anderen die Schrammsteine.

Die Tafelberge

Unter einem Tafelberg versteht man ein flaches Gipfelplateau, das wie ein flacher Tisch wirkt und dessen Steilhänge fast senkrecht nach unten gehen. Von diesen steil abfallenden Bergen gibt es im Elbsandsteingebirge mehrere, wobei der Lilienstein wohl der bekannteste Tafelberg ist. Weitere bekannte Tafelberge sind der Hohe Schneeberg, der Große Zschirnstein, der Zirkelstein, der Königstein und der Pfaffenstein.

Die Schrammsteine

Schrammsteine wie der Carolafelsen sind eine lang gestreckte, stark zerklüftete Felsgruppe, die aus verschiedenen Felsformationen besteht. Im Westen begrenzen die Schrammtore im Schrammsteine, im Osten bildet der Große Winterberg die Grenze. Die Schrammsteine im Norden werden auch als Affensteine bezeichnet. Insgesamt sind die Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz durch die vielen Wanderrouten und Klettersteige sowie die gute Erreichbarkeit von Schmilka und dem Kirnitzschtal aus eine der beliebtesten Gegenden in der Sächsischen Schweiz. Sehr schön ist auch die Schrammsteinaussicht, der berühmte Aussichtspunkt der Schrammsteine.

Was macht Wandern in der Sächsischen Schweiz so besonders?

Das Angebot an Wanderwegen ist in der Sächsischen Schweiz besonders vielfältig. Es gibt Rundwanderwege, barrierefreie Wege für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen, Wanderwege, auf denen Hunde erlaubt sind, geführte Wanderungen und Klettersteige. Zudem ist die Landschaft unglaublich abwechslungsreich. Neben Felsen und Tafelbergen wandern Sie hier auf Ihren Touren auch durch Schluchten und Täler.

Welche Regionen eignen sich dort am besten für einen Wanderurlaub mit Kindern?

Ausblick beim Wandern in der Schweiz
In vielen Teilen der Sächsischen Schweiz erwarten euch unvergleichliche Landschaften.

Der Nationalpark Sächsisch-böhmische Schweiz ist ein gutes Gebiet für einen Wanderurlaub, besonders wenn Kinder mit auf Wandertour sind. Denn im Nationalpark können Sie beispielsweise den “Luchsweg” begehen. Der kurze Spaziergang von etwas über zwei Kilometern durch den Nationalpark mit viel kindgerecht aufbereiteter Information rund um das Thema Luchse ist sehr anschaulich gestaltet. Der unterhaltsame und gleichzeitig informative Weg führt vom Nationalparkzentrum in Bad Schandau bis zu einem Luchsgehege, in dem Sie die Wildkatzen live erleben können.



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Etwas länger, nämlich 5 Kilometer lang, ist der Weg vom Wehlener Marktplatz bis zum Uttewalder Felsentor und zurück. Der gesamte Weg kann mit dem Kinderwagen begangen werden und nach Ende der Wanderroute können Sie im Gasthaus “Waldidylle” einkehren, kurz bevor Sie das Felsentor erreichen.

Ausblick beim Wandern in der Schweiz
Auch in den Abendstunden gibt es landesweit nur wenig vergleichbares.

Klettern durch und über Felsen ist für Kinder immer ein Heidenspaß. Nur 500 Meter vom Parkplatz “Labyrinth” und 5 Kilometer von der Festung Königstein entfernt liegt dieser natürliche Abenteuerspielplatz. Über Leitern und durch enge Felsspalten klettern Sie auf einem nummerierten Pfad. Für manchen Erwachsenen könnte es eng werden - Kinder ab 4 Jahre werden es aber lieben, sich hier auszutoben.
Ebenfalls im Nationalpark Sächsische Schweiz befindet sich diese Wanderung auf den Pfaffenstein. Knappe 4 Kilometer und 294 Höhenmeter sind auch für kleine Klettermaxe zu schaffen. Der Weg ist sehr abwechslungsreich und enthält nach der Einkehrmöglichkeit Treppen und den Durchstieg einer Spalte, die den Blick auf die “Steinerne Jungfrau” gegenüber ermöglicht. Start- und Endpunkt ist der Parkplatz am Fuß des Pfaffenstein.

Das Bielatal links der Elbe ist aufgrund der bizarren Felsformationen der Gegend eine geeignete Region für den Wanderurlaub für Leute, die auch Ambitionen zum Klettern haben. Auf knapp 10 Kilometern führt der Rundweg ab dem Hochofen über viele tolle Aussichtspunkte und einen Imbiss. Gleich zu Anfang ist der ehemalige Hochofen zu besichtigen und auf dem Weg liegt der Ort Schweizermühle, ein vormaliges Hammerwerk und eine Kaltwasserheilanstalt.

Die 10 schönsten Wanderwege durch die Sächsische Schweiz

Sächsische Schweiz Wandern Aussicht

Hohnstein und der Kurort Bad Schandau mit Schmilka und Ostrau, die Bastei mit ihrem Blick über das Elbtal, die Schwedenlöcher, der Lilienstein, das romantische Kirnitzschtal, der Amselfall, die Höhlen, die Burgen, mit Glück wildlebende Tiere, die dort leben, und die Schrammsteinaussicht. In der Sächsischen Schweiz gibt es während einer Reise viel zu entdecken. Und der Besuch lohnt in allen Jahreszeiten, im Winter bei Eis und Schnee ebenso wie im Sommer, Frühjahr oder Herbst. Es gibt immer etwas zu bestaunen und zu erleben.

Einige der schönsten Wanderwege in der Sächsischen Schweiz haben wir hier für Sie zusammengestellt.

1) Wandern auf dem Wanderweg “Tharandter Wald”

Durch die Quadratmeile der Geologen führt der Wanderweg “Tharandter Wald”. Auf 26 Kilometern über ca. 8 Stunden geht es durch einen alten vulkanischen Kessel (Caldera genannt). Außer Gestein gibt es auf der Rundtour auch Kultur in Form einer Kirche und Ruine zu sehen, zudem können Sie das Naturdenkmal Kugelpechsteine bewundern und bei der Räucherkerzenmanufaktur KNOX vorbeischauen. Die anspruchsvolle Wanderung hat einen Gesamthöhenunterschied von 441 Metern, die Sie bewältigen und startet und endet auf dem Campus der TU Dresden and Roßmäßlerbau Tharandt. Nach den Kugelpechsteinen gibt es in Spechtshausen einen Imbiss, in dem Sie sich stärken können. Auch auf dem Landberg wartet ein Gasthaus auf hungrige Wanderer und gegen Ende der Wanderung findet sich bei der Warnsdorfer Quelle ein Picknickplatz.

2) Wanderung auf der 2. Etappe des Malerwegs

Der Malerweg ist eine Mehrtageswanderung, die bei Touristen sehr beliebt ist. Wer möchte, kann den gesamten Fernwanderweg bis zum Ziel gehen. Es ist aber auch ohne Weiteres möglich, sich nur einzelne Etappen des Malerwegs auszusuchen. So zum Beispiel die zweite Etappe. Auf knapp 11 Kilometern erklimmen Sie hier beim Aufstieg 500 Höhenmeter in etwa fünf Stunden (Gesamtdauer). Die Tour startet in Wehlen und ist bei schlechtem Wetter und insbesondere Eis- und Schneeglätte eher zu meiden.

Auf diesem Abschnitt des Malerwegs liegt auch eine der Sehenswürdigkeiten des Elbsandsteingebirges, die Bastei. Von der Bastei aus eröffnet sich ein fantastischer Ausblick auf die umgebende Landschaft. Auf dem Weg hinunter über den Basteiweg können Sie der Ortschaft Rathen einen Besuch abstatten, in der Sie eine gute Auswahl an Restaurants zur Einkehr finden. Wieder zurück auf dem Weg wandern Sie an der Felsenbühne Rathen vorbei, einer wirklich sensationell schönen Szenerie. Auf dem kurz darauf erreichten Amselsee können Sie eine Bootsfahrt unternehmen. Wenn Sie die Alternativroute hinunter nehmen, kommen Sie an den mystisch anmutenden “Schwedenlöchern” vorbei. Die engen, im Sommer wunderbar kühlen Schluchten mit ihren Moos bedeckten Wänden sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

3) Den Malerweg komplett bewandern

Der “Malerweg” gilt als einer der schönsten Weitwanderwege Deutschlands. Er ist 116 Kilometer lang und in acht Tagesetappen aufgeteilt. Seinen Namen hat er von den Künstlern, die sich hier inspirieren ließen. Das bekannteste daraus entstandene Gemälde unter ihnen ist vielleicht “Wanderer über dem Nebelmeer” von Caspar David Friedrich. Aber auch in der Musik hat das Elbsandsteingebirge Eindruck hinterlassen. Wagner und von Weber fanden hier ihre Inspiration. Heute haben sich über 70 Gastronomie- und Hotellerieunternehmen entlang des Malerwegs auf Wanderer eingestellt und bieten Kurzaufenthalte, den Transfer von Gepäck und Lunchpakete an. Landschaftliche und historische Sehenswürdigkeiten sind auf dem Fernwanderweg dicht gesät. Die Tour startet in Liebethal und endet in der Stadt Pirna am Canalettohaus am Markt.

4) Wanderung auf der 5. Etappe des Malerwegs von Altendorf zur Neumannmühle in Sebnitz/Kirnitzschtal

Eine weitere Etappe des Malerweges ist der fünfte Tag von Altendorf zur Neumannmühle in Sebnitz/Kirnitzschtal. Auf dieser Wanderung sehen Sie die Schrammsteine, gehen durch das beeindruckende Schrammtor und erklettern gleich darauf ein paar Eisenleitern hinauf zum Schrammsteingratweg. Der Lichtenhainer Wasserfall und die Felsenhöhle Kuhstall sind weitere Highlights auf der Wanderung. Die anspruchsvolle Tour ist 18,3 Kilometer lang und führt Sie in etwa sieben Stunden über einen Aufstieg von 553 Höhenmetern. Eine echte Herausforderung.

5) Geführte Wanderung “Versteckte Felsen und Ausblicke”

Auf der geführten Wanderung “BrotZeitTour” mit dem Namen “Versteckte Felsen und Ausblicke” wandern Sie links der Elbe durch den Cunnersdorfer Forst. Die Wanderung in einer Kleingruppe von maximal 8 Personen enthält nicht nur ortskundige Führung, sondern auch ein reichhaltiges Brotzeit-Picknick aus regionalen Produkten. Die Picknickplätze sind so ausgewählt, dass Sie eine fantastische Aussicht auf die Felsen in der Nähe haben. Die Wanderung wird von April bis Oktober durchgeführt und dauert ca. 4,5 Stunden bei 3 Stunden Gehzeit. Die Anmeldung ist über info@brotzeittour.de möglich. Der Anbieter hat noch weitere Genusstouren im Programm.

6) Wanderung über den Wildschützensteig

Eine Runde für Könner ist diese schwere Wanderung über knappe 19 Kilometer von Postwitz aus. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind die Voraussetzungen für diese Tour. Sie klettern über Leitern (Wildschützensteig) und über den Gratweg zur “Wilden Hölle”, wo Stufen auf dem glatten Felsen nach oben führen. Das kleine Prebischtor ist ein weiteres Highlight dieser abwechslungsreichen Wandertour, so wie auch der Blick auf die Schrammsteine und das Durchwandern des Schrammsteintores.

7) Wanderung über den Gratweg Rauenstein

Ebenfalls von Wehlen aus startet die Runde über den “Gratweg Rauenstein”, die zu den Wegen zählt, die eher hohe Schwierigkeitsgrade aufweisen. Für die 12 Kilometer brauchen Sie eine gute Kondition, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung. Sie wandern vom Marktplatz in Wehlen los und machen zunächst eine Fahrt mit der Fähre über die Elbe, bevor Sie sich zum kleinen Bärenstein aufmachen, wo man sich durch das Schneiderloch bewegen kann, um die Aussicht von oben zu genießen. Der Gratweg auf dem Rauenstein ist mit einem Geländer gesichert. Vom Rauenstein hinunter geht es auf der Rundwanderung zurück nach Wehlen.

8) Wanderung über die Nadelöhr-Runde ab Königstein

Die Nadelöhr-Runde von Königstein aus ist ebenfalls eine schwere Wanderung von ca. 11 Kilometern Länge, für die Sie eine gute Kondition, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung benötigen. Gleich am Bahnhof in Königstein geht die Rundwanderung los. Wie die meisten, der hier genannten Routen können Sie den Startpunkt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn anfahren oder es ist natürlich auch die Anreise mit dem Auto möglich. Nach ca. 6 Kilometern kommen Sie an den Klammweg zum Pfaffenstein, der ein Highlight dieser Wanderung darstellt, gefolgt von der Barbarine und dem Nadelöhr, das mittels einer Leiter durchstiegen wird. Der Ort Königstein liegt direkt am Ufer der Elbe und lädt zum Verweilen ein. Hat man das Ziel erreicht, kann man hier auch ohne Weiteres in einer netten Unterkunft die Nacht verbringen.

9) Wanderung von Königstein zu den Bärensteinen

Vom Königstein aus können Sie auch noch eine andere Route gehen. Diese führt Sie über Thürmsdorf zu den Bärensteinen. Großartige Panoramen und Tafelberge liegen auf dieser abwechslungsreichen Runde, die als mittelschwer eingestuft wird und knappe 11 Kilometer lang ist. Die Tour beginnt am Parkhaus der Festung Königstein und Sie folgen dann dem Weg in Richtung Thürmsdorf. Bevor Sie Schloss Thürmsdorf erreichen, kommen Sie an einer Schokoladenfabrik vorbei. Der kleine Bärenstein ist höher als der große Bärenstein, den Sie anschließend besteigen. Der Abstieg kann ein bisschen trickreich sein, wenn Sie nicht so trittsicher sind, aber es gibt eine bequemere Alternative. Diese alternative Route ist auch gut für Kinder geeignet, die sich vielleicht ohnehin lieber im Hochseilgarten oder/und beim Minigolf die Zeit vertreiben.

10) Wanderung von Rosenthal-Bielatal zum Hohen Schneeberg

Eine technisch anspruchsvollere und längere Rundtour führt vom gebührenpflichtigen Parkplatz an der Ottomühle in Rosenthal-Bielatal zu den Tissaer Wänden und dem Hohen Schneeberg. Am Zugang zu den Tissaer Wänden wird Eintritt verlangt. Hier befinden Sie sich in der böhmischen Schweiz und können am Imbiss in Tissa die leckere regionale Küche verkosten. Der Hohe Schneeberg ist der höchste Berg im Elbsandsteingebirge - der höchste Berg der Sächsischen Schweiz ist der Große Zschirnstein. Für den Abstieg empfiehlt sich die Route über die Dresdner Aussicht. Dort können Sie tatsächlich bis nach Dresden schauen.

Was sollte man als Wanderer in der Sächsischen Schweiz wissen?

  • Die Verwaltung des Nationalpark Sächsische Schweiz legt fest, wie Sie sich hier zu verhalten haben. Die Regeln können im Endeffekt in einem Satz zusammengefasst werden: Bleiben Sie auf den Wegen.
  • Wer den Umgang mit Technik nicht scheut, kann neben einer Karte auch ein GPS-Gerät zur Orientierung auf den Pfaden zur Hilfe nehmen.
  • Wenn Sie Landschaftsaufnahmen machen wollen und dabei das beste Licht haben möchten, empfiehlt es sich, früh aufzustehen und die Minuten nach Sonnenaufgang für Fotos zu nutzen.
  • In Jahren hoher Waldbrandgefahr (zuletzt 2019) wird der Wald nachts gesperrt.
  • Wer im Elbsandsteingebirge klettern möchte, der muss sich mit den Bestimmungen vertraut machen, die von anderen Klettergebieten abweichen. Hier dürfen meist nur freistehende Felsen erklettert werden. Magnesia ist oft nicht erlaubt. Zudem sind die Wände nicht mit Bohrhaken, sondern nur mit spärlichen Sicherungsringen ausgestattet.
  • Die Kirnitzschtalbahn verkehrt zwischen Bad Schandau und dem Lichtenhainer Wasserfall und fährt unterwegs sieben weitere Haltestellen an. Sie eignet sich daher gut, um bei Wandertouren durch die Sächsische Schweiz einige Kilometer zu überbrücken.

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