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Bouldern 2020 – Der kurze knackige im Klettersport

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Was ist eigentlich dieses Bouldern

Bouldern Bouldergriff
Sowohl beim Hallen- als auch beim Outdoor-Bouldern findet ihr immer eine Route passend zu eurem Niveau. So könnt ihr euch nach und nach steigern. Hier seht ihr einen klassischen Indoor-Bouldergriff, wenn ihr schon ein wenig besser seit.

Höher, schneller, schwieriger… Klettern ist ein Sport in dem euch nahezu keine Grenzen gesetzt sind. Dabei spielt es keine Rolle, wie sportlich oder fit ihr seid. Jeder kann sich immer wieder neue Ziele stecken. Werden diese erreicht, ist das nicht nur motivierend, sondern macht auch noch riesig Spaß. Für die einen bedeutet Bouldern, an die eigene Leistungsgrenze zu kommen. Andere schwören drauf, weil sie durch die Bewegungsabläufe den Kopf freikriegen. Die Frage, wie der eigene Körper eingesetzt werden muss, um ans Ziel zu kommen, ist beim Bouldern entscheidend.

Fans der Sportart schätzen besonders, dass sie durch den Sport ein ganz neues Körpergefühl bekommen haben. Koordination und Beweglichkeit werden gefördert. Taktik, Körpergefühl, Beweglichkeit werden effektiv trainiert, doch auch der Spaß und die Freude am Sport und der Bewegung kommen nicht zu kurz. Es ist also das Zusammenspiel von Kraft und Balance, das so fasziniert und die Sportler antreibt. Doch neben den sportlichen Aspekten liegt für viele auch der Reiz im Reisen. Sei es in Deutschland, nach Malta oder Spanien. Als Kletterer kommt ihr viel um die Welt und könnt immer neue Orte entdecken. Doch ehe es soweit ist, vergeht viiiel Zeit. Denn aller Anfang ist schwer.

Um den Einstieg ein wenig zu erleichtern, möchten wir euch unsere Erfahrungswerte an die Hand geben. Diese haben wir im Laufe der letzten Jahre sowohl Indoor als auch Outdoor sammeln können. Uns ist es dabei wichtig, euch die Dinge aus Sicht eines Kletterers näher zu bringen. Vom Kletterer zum Kletterer. Aber was ist Bouldern denn nun genau? Und worin unterscheidet es sich vom Klettern?

Was genau ist Bouldern?Bouldern Start

Bouldern ist eine spezielle Form des Kletterns. Ein Boulder, auch Boulder-Problem genannt, besteht aus mehreren gleichfarbigen Griffen und Tritten. Ziel ist es, sich an den diesen entlang nach oben zu arbeiten. Doch der Weg ist das Ziel. Natürlich will man oben ankommen, es geht aber vor allem darum, die eigene Leistungsgrenze zu verschieben und schwierige Klettergriffe einzubauen. Weite Züge oder auch mal Sprünge können beim Bouldern eingesetzt werden, die einzelnen Züge sind dadurch etwas extremer als beim Klettern. In der Regel besteht ein Boulder aus vier bis acht Zügen. Da keine Absicherung benötigt wird, kann man allein bouldern und ist nicht auf Mitstreiter angewiesen. Dennoch ist der Sport durchaus ein Gruppensport, da man in Bodennähe bleibt und sich daher problemlos mit anderen Boulderern austauschen kann.

Der Boulderer oder die Boulderin wird weder von Klettergurt noch Kletterseil abgesichert. Dies ist einer der größten Unterschiede zum klassischen Klettersport. Sicher ist die Sportart aber trotzdem, da nur in Absprunghöhe geklettert wird und für einen sicheren Aufprall durch Matten oder im Freien durch Crash-Pads gesorgt wird.

In Boulderhallen werden verschiedene Schwierigkeitsstufen angeboten. Anfänger fühlen sich also genauso wohl wie Boulder-Profis. Und die nächste Schwierigkeitsstufe in unmittelbarer Nähe zu haben und den erfahreneren Boulder-Kollegen zuzuschauen, ist sicher Ansporn und Motivation.

VoraussetzungenAnfänger Boulder

Bouldern kann praktisch jeder und in jedem Alter, die Sportart eignet sich für Jugendliche und Erwachsene. Bereits Kinder können mit dem Bouldern anfangen. Sie tun sich sogar oft leichter, da sie die Bewegungen instinktiv durchführen. Da die Griffe aber meist für Erwachsene ausgelegt sind, gibt es in vielen Boulderhallen zwischenzeitlich spezielle Bereiche für Kinder. Wer Lust hat, das mal auszuprobieren, kann praktisch einfach loslegen.

Zum Bouldern werden keine Vorkenntnisse benötigt, im Gegensatz zum Klettern müssen nicht erst Sicherungskenntnisse erworben werden. Man muss auch kein Muskelpaket sein, das Geheimnis liegt eher darin, sich die Kraft richtig einzuteilen. Wer bislang gar keinen Sport macht, tut sich naturgemäß etwas schwerer, aber auch für Sportmuffel ist Bouldern grundsätzlich geeignet.

Auch die richtige Ausstattung ist schnell gefunden. Wichtig sind spezielle Kletterschuhe, die in den Boulder- und Kletterhallen auch ausgeliehen werden können. Ansonsten einfach bequeme Sportkleidung tragen, die am besten nicht zu weit ist, und los geht’s. Zusätzliche Kletterausrüstung wie zum Beispiel Expressen oder ein Kletterhelm werden nicht benötigt.

Für Anfänger empfiehlt sich ein Kurs zum Einstieg, dieser ist aber nicht unbedingt erforderlich. Also ran an die Griffe, fertig, los.

Ein nettes Gimmick für euch 😉

Um schon am Morgen die Fingerkraft zu trainieren.

Wissenswertes rund ums Bouldern

Der Name Bouldern kommt vom englischen Wort boulder, was Felsblock bedeutet. Dennoch ist die Sportart keineswegs starr, eher das Trainingsgerät. Geklettert wird entweder in einer Kletter- oder Boulderhalle oder auch am Felsen in der freien Natur. Ein bekanntes Boulder-Gebiet sind beispielsweise die Sandsteinfelsen im Wald von Fontainebleau in Frankreich.

Bouldern ist zwischenzeitlich mehr als eine Trendsportart und seit den 70er Jahren sogar eine eigene Disziplin des Sportkletterns. Die Anzahl an begeisterten Boulderern nimmt jährlich zu, neue Boulderhallen werden gebaut. Auch im Leistungssport hat sich das Bouldern etabliert, 2001 bei den Kletterweltmeisterschaften in Winterthur wurde erstmalig der Weltmeister im Bouldern ermittelt.

Ab 2020 wird Bouldern sogar olympisch. Bei der olympischen Kombination, die aus Speedklettern, Bouldern und Schwierigkeitsklettern besteht, wird erstmalig ein Olympiasieger ermittelt.

Was ist so faszinierend am Bouldern?Bouldern Leiste

Die Kombination von Kraft und Technik, von mentaler Stärke und Dynamik, macht die Faszination des Sports aus. Nicht, wer die meisten Muskeln hat, wird die größten Erfolge erzielen. Muskeln bedeuten auch Gewicht, was beim Bouldern nicht unbedingt ein Vorteil sein muss. Erfolgreich sein wird auf lange Sicht, wer seine Kraft gut einteilen kann, körperlich und geistig beweglich ist und an seine Grenzen und manchmal darüber hinausgehen kann. Am Ende wird man mit einem wahnsinnig guten Gefühl belohnt, hat sich ausgepowert, bleibt rundum fit und tut etwas Gutes für Körper und Geist.

Bouldern stellt also Ansprüche an Kopf und Körper. Es ist ein ganzheitliches Training, bei dem Arme und Oberkörper, aber auch Beine und Rumpfmuskulatur trainiert werden. Nicht zu vergessen, auch der Kopf spielt eine wichtige Rolle, denn die nächsten Moves müssen wohlüberlegt sein. Schnell sind erste Trainingsfortschritte erkennbar und wenn die Motivation doch mal nachlässt und alles anstrengend erscheint, dann hilft der Austausch in der Gruppe mit anderen Boulderern.

Wer allein bouldern will, kann dies jederzeit tun, da keine Absicherung durch Kletterseil oder Klettergurt notwendig sind. Man ist also auch nicht auf einen Trainingspartner angewiesen und kann flexibel, nach eigenem Zeitplan, trainieren. Auch die Witterung macht den Sportlern keinen Strich durch die Rechnung, da die Sportart meist in der Halle ausgeübt wird. Ein ganzjähriges Training ist also möglich.

Trainingsaufbau und Häufigkeit

Bouldern ist eine faszinierende Sportart, bei der schnell erste Trainingserfolge sichtbar werden. Man sollte sich aber bewusst sein, dass es bei diesem Sport vor allem darum geht, den eigenen Körper so einzusetzen, dass der Boulder gemeistert werden kann und nicht etwa um den Aufbau von Muskeln. Vor dem Training sollte man sich immer gut aufwärmen. Besonders die Finger, Handgelenke, Arme und Schultern sollten unbedingt gedehnt werden, bevor mit dem Bouldern begonnen wird. Das Aufwärmen senkt das Risiko von Verletzungen. Egal ob Anfänger oder Profis, wer mit dem Training loslegt, der sollte als Einstieg nicht gleich den schwierigsten Boulder wählen, sondern es lieber langsam angehen lassen und die Schwierigkeit nach und nach steigern.

Zum Bouldern benötigt man Kraft, daher bitte nie mit hungrigem Magen und unterzuckert zum Training gehen. Natürlich macht es aber auch keinen Sinn, vollgestopft mit dem Training zu beginnen. Eine leichte Kost vor dem Training ist sinnvoll, damit die Muskeln mit Zucker versorgt sind. Wer mag, kann auch eine Kleinigkeit zum Essen, beispielsweise eine Banane, mitnehmen.

Intensität und Dauer des Trainings hängen natürlich stark von der Fitness des Sportlers ab. Ehrgeiz ist wichtig und nötig, wenn eine Leistungssteigerung erreicht werden soll. Ein regelmäßiges Training hilft, die benötigten Muskeln aufzubauen. Trotzdem sind Pausen wichtig. Zwischen den einzelnen Boulder-Versuchen sollten kurze Ruhepausen eingelegt werden. Der Körper kann diese nutzen, um zu regenerieren. Danach geht’s mit viel Power wieder weiter.

Tipps für Anfänger

Beim Bouldern geht es nicht darum, möglichst viel Kraft zu haben. Vielmehr muss die Kraft richtig eingeteilt und eingesetzt werden. Wichtig in diesem Zusammenhang, die Power beim Bouldern kommt aus den Beinen. Vor allem Anfänger arbeiten stark mit den Armen und verbrauchen so oft unnötige Kraft. Besonders Anfänger verlassen sich zu stark auf die Arme. Diese sind aber vor allem dafür gedacht, das Gleichgewicht zu halten. Die Arme sollten möglichst gestreckt sein. Der Kraftverbrauch wird dadurch reduziert.

Bouldern ist Kopfsache. In den ersten Trainings sind Verbesserungen recht schnell sichtbar. Die für die Sportart benötigten Muskeln werden schnell aufgebaut. Falls aber irgendwann doch der Punkt kommt, an dem die Motivation etwas nachlässt, dann hilft der Austausch mit Gleichgesinnten. Auch durch neue Trainingsreize kann man sich wieder motivieren. Dabei muss es nicht unbedingt eine neue Schwierigkeitsstufe sein, oft reicht ein anderer Griff oder ein Move, den man bisher noch nicht ausprobiert hat.

Je wagemutiger man wird oder falls doch mal die Kraft ausgeht, dann kann es sein, dass man fällt. Spätestens wenn man oben angekommen ist, kommt der Moment und man muss springen. Bei der Ladung sollte möglichst darauf geachtet werden, breitbeinig zu landen und mit den Beinen den Sprung abzufedern.

Wer sich ganz auf den Sport einlässt und wer bereit ist, seine eigene Leistungsgrenze nach oben zu verschieben, der wird am Ende belohnt. Das Gefühl, es geschafft zu haben, den eigenen Körper zu neuen Höchstleistungen angetrieben zu haben, entschädigt und macht Lust auf die nächste Boulder-Partie.

Wann geht’s los?

Bouldern ist ein ganzheitliches Training, das Spaß macht. Der eigene Körper und wie er eingesetzt werden kann, steht im Mittelpunkt. Immer neue Schwierigkeiten können gemeistert werden, Erfolgserlebnisse sind also garantiert. Das Training ist ganzjährig möglich, egal ob in der Gruppe oder allein. Kein Wunder, dass es so viele begeisterte Sportler gibt. Jeder Boulder-Versuch beginnt mit dem ersten Schritt und Griff, also einfach loslegen und ausprobieren.