Wandern in der Schweiz – Die schönsten Wanderwege

StartseiteWandern › Wandern in der Schweiz

Hohe Berge samt traumhafter Höhenwege und fantastischem Panorama, tiefe Täler und Schluchten, schöne Wälder, klare Flüsse und Bergseen, zauberhafte Dörfer und lohnende Ausflugsziele wie der Lago Maggiore. Die Schweiz ist ein Wanderland, das im Sommer wie Winter dazu einlädt, seine wunderschöne Landschaft zu Fuß zu erkunden.

Wir haben hier zahlreiche Informationen rund um das Wanderland Schweiz für Sie zusammengestellt, die Ihnen hoffentlich dabei helfen werden, Ihre eigenen Routen für Ihren Wanderurlaub in der Schweiz zusammenzustellen und jenseits der Grenze einige fantastische Tage zu verbringen.

Was macht Wandern in der Schweiz so besonders?

Alpenhütte beim Wandern in der Schweiz
Eine von vielen idyllischen Alpenhütten in den Bergen der Schweiz.

Aufgrund der geografischen Lage der Schweiz und der einzigartigen Landschaft der Alpen samt Bergen und Tälern ist das Land für das Wandern prädestiniert. Das Streckennetz durch das Wanderland ist hervorragend ausgebaut (65.000 Kilometer), was einer Strecke entspricht, mit der man die Erde 1,5-mal umspannen könnte. Die Routen werden dabei von rund 1.500 Freiwilligen gepflegt.

Und auch die Schweizer selbst wandern gerne. Fast die Hälfte der Bevölkerung liebt es die Landschaft des eigenen Landes zu Fuß zu entdecken und Zeit in der Natur zu verbringen.

Aber Achtung: Wenn Sie sich Ihrer Kondition, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit nicht sicher sind, ist es bei einem Besuch in der Schweiz von Vorteil eher leichtere Routen zu wählen. Denn die Schwierigkeitsgrade der Wanderungen in der Schweiz sind tendenziell eher schwieriger als leichter als beschrieben.

Es ist demnach die Kombination aus der Begeisterung der einheimischen Bevölkerung für das Wandern und die unglaubliche Landschaft der Alpen, was das Wandern in der Schweiz zusammen mit den ganzen anderen Attraktionen wie den schnuckeligen Dörfern, den schönen Städten wie Bern, Genf oder Zürich, den Schluchten, Bergseen, Flüssen und Wäldern, die die Schweiz zu einem beliebten Ziel für Wanderfreunde aus aller Welt macht. Und es müssen auch nicht immer nur Bergwanderungen über Höhenwege sein. Denn es gibt auch zahlreiche Touren durch flaches Land, während derer man auch als Familie mit Kindern die Welt zu Fuß erkunden und einen schönen Tag in der Natur verbringen kann.



Welche Gegenden eignen sich dort am besten für einen Wanderurlaub?

In der Schweiz eignen sich alle Regionen zum Wandern.

Ostschweiz

In der Ostschweiz können Sie im Kanton Graubünden Etappen des Jakobsweges wandern und auch einzelne Etappen anderer Fernwanderwege, von denen es in der Schweiz recht viele gibt. Die Ostschweiz grenzt an Liechtenstein, was bedeutet, dass man auch grenzüberschreitend wandern kann.

Das Tessin

Das Tessin mit seinem italienischen Einschlag ist sehr charmant. Hier im Tessin befinden Sie sich auf der Südseite der Alpen. Der Schnee schmilzt auf dieser Seite der Alpen früher im Jahr, insgesamt ist es hier wärmer und die Berge sind im Tessin ebenfalls etwas sanfter.

Die Genferseeregion

In der Genferseeregion finden sich viele flache Wanderungen, die ohne große Aufstiege zu meistern sind. Auch hier queren Fernwanderwege wie die Via Alpina oder der Jura-Höhenweg. Der südliche Teil dieses Bundeslandes ist der Kanton Wallis. Im Kanton Wallis befinden sich 45 der 48 Viertausender der Schweiz. Südlich von Zermatt im Monte-Rosa-Gebiet gibt es sogar eine spezielle Tour für Viertausender-Fans: die Spaghetti-Runde. In weniger als einer Woche werden hierbei zehn Gipfel, die höher als 4000 Meter sind, bezwungen.



Die Region Espace Mittelland

Im Bundesland Espace Mittelland findet sich das Berner Oberland mit der bekannten Ferienregion Interlaken. Das Berner Oberland stellt ebenfalls eine wunderbare Region zum Wandern dar. Hier im Berner Oberland liegt der Blausee mit seinem unglaublich blauen Wasser. Der Naturpark Diemtigtal wartet mit schönen Wanderwegen und dem Erlebnispfad “Grimmimutz” auf, ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Bei den Reichenbachfällen, die sich auf 40 Metern Breite 120 Meter in die Tiefe stürzen, besiegte Sherlock Holmes der Geschichte nach im Jahr 1891 Professor Moriarty.

Die Zentralschweiz

Die Zentralschweiz hat die Wanderregion rund um den Vierwaldstätter See zu bieten. Hier ist die Urschweiz beheimatet, wo alles seinen Anfang nahm. Die erste Zahnradbahn Europas wurde im 19. Jahrhundert, genauer gesagt 1871, eröffnet und bis heute fährt die Bahn auf die Rigi hinauf. In der Zentralschweiz liegen der Gotthard und die Quelle der Rhône. Auf dem Vierwaldstätter See kann man auch an einer Fahrt mit dem Schiff teilnehmen.

Der Kanton Zürich

Im Kanton Zürich herrschen leichte bis mittelschwere Wanderwege vor. Die größten Attraktionen sind hier natürlich die Stadt selbst und der Zürichsee.

Der Nordwesten der Schweiz

Der Nordwesten der Schweiz ist wohl der am wenigsten für das Wandern ausgelegte Teil der Schweiz. Zwischen Basel und Zürich finden sich dennoch Wanderrouten, die schöne Ausblicke und relativ einfaches Gelände vereinen. Der höchste Berg im Nordwesten ist der Chasseral mit 1607 Metern.



Welche Gegenden eignen sich am besten für einen Wanderurlaub mit der Familie?

Für den Wanderurlaub mit der Familie und kleineren Kindern sind die flacheren Kantone der Schweiz besser geeignet. Die Zentralschweiz hat außer dem Wandern den Vierwaldstätter See zu bieten, wo Kinder im Wasser toben können.

Die 10 schönsten Wanderwege durch die Schweiz

Schweiz Alpenpanorama

Jede Region in der Schweiz besitzt schöne Wanderwege, ganz gleich ob man sich auf einem Höhenweg durch die Alpen bewegt, das Berner Oberland oder den Kanton Graubünden erkundet, dem Matterhorn an der Grenze des Kanton Wallis oder Eiger, Mönch und Jungfrau einen Besuch abstattet.

Einige der schönsten Wanderwege, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

1) Via Jacobi

Dieser Jakobsweg führt vom Bodensee nach Genf. Die Via Jacobi wandern Sie alleine, in der Gruppe oder organisiert. Die Symbiose von Kultur, Natur und Glaube macht alle Jakobswege zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Via Jacobi besteht aus 19 Tagesetappen und stellt keine außergewöhnlichen Ansprüche an den Pilger.

2) Schneeschuhtour in Gerschnialp

Oberhalb von Engelberg führt Sie diese Wanderung über 5,7 Kilometer durch das Winterwunderland der Zentralschweiz. Zwischen einer und drei Stunden sollten Sie für diese Runde veranschlagen. Sie haben dabei immer den Titlis im Blick und können sich im Café Ritz stärken. Die insgesamt zurückzulegenden 174 Höhenmeter fallen kaum ins Gewicht, wenn Sie auf Schneeschuhen durch den Schnee laufen. Die Schneeschuhwanderung ist in den Monaten Dezember bis März möglich. Die Strecke kann aber natürlich auch im Sommer begangen werden.

3) Gotthardpass

Sieben Stunden sollten Sie für diese schwere Wanderung einrechnen. Sie bezwingen dabei einen Aufstieg von fast 1100 Höhenmeter auf 20,6 Kilometern. Sie starten an der Bushaltestelle Arioso, Galleria Bianchi im Val Bedretto auf der Gotthard-Passstrasse. Nach etwas mehr als drei Stunden überqueren Sie den höchsten Punkt, den Ronggergrat, mit 2725 Metern. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung für den folgenden Abschnitt bis zum Hüenersattel. Nach dem folgenden Blocksteingelände kommt ein Anstieg zur Rotondohütte, wo Sie die Aussicht von der Sonnenterrasse bei einer Stärkung genießen können. Der Abstieg erfolgt über eine steile Bergwiese.

4) Erlebnisweg Glaspass

Für diese Runde über acht Kilometer brauchen Sie weniger als drei Stunden. Die Hangrutschungen am Heinzenberg sind das Thema dieser Wanderung, die in Obergmeind beginnt und endet. Verschiedene Stationen erklären die Geschichte der Besiedelung dieser Gegend und wie die Natur immer wieder Herausforderungen an die Siedler stellte. Auf dem Weg gibt es einen Spielplatz und eine Grillstelle am Lüschersee. In Obergmeind können sich Kinder an der “Butatsch-Kügelibahn” vergnügen.

5) Der Sardone-Welterbe-Weg

Diese Wanderung ist für geologisch Interessierte ein besonderes Schmankerl. Hier im UNESCO-Weltnaturerbe “Tektonikarena Sardone” können die Prozesse der Gebirgsbildung weltweit am besten beobachtet werden. In dieser Region wurden 1911 Steinböcke nach ihrer Ausrottung wieder angesiedelt. Der Weitwanderweg ist 100 Kilometer lang und kann über sechs Etappen gewandert werden. Sie übernachten auf Hütten und erhalten auf Wunsch viel Information zu den geologischen Besonderheiten der Region.

6) Breithorn

Das Breithorn ist perfekt für all diejenigen Wanderer geeignet, die einmal im Leben einen Viertausender besteigen möchten, ohne die Ambition zu verspüren, dem alpinen Klettern dauerhaft zu frönen. Den Gipfel des Breithorns mit 4164 Metern Höhe können Sie in Begleitung eines Bergführers erklimmen. Der Normalanstieg gilt auch für unerfahrene Alpinisten als machbar, sofern sie trittsicher sind und sich von einem professionellen Bergführer leiten lassen. Die Tour startet mit einer Fahrt mit der Bergbahn zum Matterhorn. Die alpine Ausrüstung bestehend aus Bergschuhen mit passenden Steigeisen, Klettergurt und einen Bergführer können Sie in Zermatt buchen. Ein einmaliges Erlebnis erwartet Sie, und wer weiß, vielleicht verfallen Sie dem “Gipfel-Fieber” und besteigen ab jetzt nur noch hohe Berge.

7) Pyramiden von Euseigne

Diese leichte Wanderung von 13 Kilometern startet in Veysonnaz und geht hinauf zu den spektakulären Erdpyramiden. Diese sind ein Naturdenkmal im Eringertal und stehen unter Schutz. Auf der Strecke gibt es das Café de Bisse, wo Sie sich stärken können oder Sie wandern noch gute 45 Minuten weiter und nehmen eine Mahlzeit in Hérémence ein. Die Erdpyramiden gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Alpen. Neben diesen haben Sie auf der Wanderung durch die Alpen auch wunderschöne Ausblicke ins Rhônetal.

8) Chemin des Ruinettes

Diese kurze Bergwanderung bei Verbier ist sogar für fitte Rollstuhlfahrer geeignet. In etwas mehr als einer Stunde werden 90 Höhenmeter überwunden und fünf Kilometer zurückgelegt. Zunächst steigen Sie in die Gondelbahn, die Sie von Verbier auf die Bergstation Croix-de-Ruinettes bringt. Der Rundweg bietet jederzeit eine grandiose Aussicht auf den Montblanc und die Bergkette des Grand Combin. Unterwegs kommen Sie an Skulpturen vorbei und am Ende wartet das Restaurant an der Bergstation mit einer Erfrischung, bevor es mit der Gondelbahn wieder nach unten geht.

9) 5-Seen-Weg Zermatt

Eine Rundwanderung der sensationellen Aussichten, die Eindruck macht. In drei der Bergseen spiegelt sich das Matterhorn und der Blick auf die anderen Viertausender ist ebenfalls atemberaubend. Der mittelschwere Weg der Rundwanderung ist 9 Kilometer lang und überwindet 260 Höhenmeter im Aufstieg und 540 Meter im Abstieg. Sie kommen auf dem Weg zum Ziel an folgenden Seen vorbei: Stellisee, Grindjisee, Grünsee, Moosjisee und Leisee. Die Reise beginnt mit zwei Fahrten mit der Bergbahn ab Zermatt. Zunächst zur Bergstation Sunegga dann weiter zur Station Blauherd. Hier startet der Rundweg. Am Grindjisee warten seltene Blumen auf den Wanderer und etwas weiter begegnen Sie vielleicht einer Herde Schwarznasenschafe. Zwischen Moosjisee und Leisee liegt der Ort Findeln, wo Sie einkehren können. Von dort geht es während der Rundwanderung noch einmal bergauf zum Leisee. Der Leisee kann zum Baden genutzt werden, was vor allem die kleinen Familienmitglieder ausgiebig genießen können.

10) Autour du Mont Gond

Diese Wanderung verfügt über zwei Highlights. Auf dem Abstieg kommen Sie durch den ältesten Lärchenwald Europas mit Bäumen in einem Alter von bis zu 1000 Jahren. Sie beginnen die Wanderung an der Bergstation der Tracouet-Seilbahn, von wo aus Sie zur Balavaux-Hütte laufen, wo die gigantischen Lärchen stehen. Nach der Unterquerung der Seilbahn und der Überquerung eines Geröllfeldes und eines Wildbaches haben Sie bald den höchsten Punkt der Tour erreicht und beginnen mit dem Abstieg entlang eines kleinen Baches. Bald sehen Sie zu Ihrer Rechten den japanischen Garten, der nicht künstlich angelegt wurde, sondern genau so gewachsen ist. Von hier aus können Sie die Seilbahn ins Tal nehmen oder den breiten Kiesweg bis nach Siviez laufen.

Was sollte man als Wanderer in der Schweiz wissen?

  • Der Tourismus der Schweiz ist auf Wanderer ausgerichtet und es gibt ausreichend Hütten, Services, Wanderkarten oder auch online zahlreiche Möglichkeiten, um sich zu Hause in aller Ruhe auf den bevorstehenden Wanderurlaub vorzubereiten. Eine Karte auf der Wanderung mitzuführen ist dennoch immer zu empfehlen, um sich besser orientieren zu können.
  • In der Schweiz wird zwischen Wanderwegen, Bergwanderwegen und Alpinwanderwegen unterschieden. Erstere erfordern keine besonderen Fähigkeiten oder Kenntnisse. Mit festem Schuhwerk und einer Ausrüstung, die Wetterwechsel berücksichtigt, sind Sie hier ausreichend vorbereitet. Die Pfade sind oft breit, auf steileren Abschnitten gibt es Stufen und gefährliche Stellen sind mit Geländern gesichert. Bergwanderwege bewältigen meist eine mehr oder weniger steile Steigung und sind manchmal exponiert. Für einen Schweizer Bergweg sollten Sie trittsicher und schwindelfrei sein. Außerdem ist es von Vorteil, wenn Sie über eine gute Grundkondition verfügen und alpine Erfahrung haben. Alpinwanderwege enthalten Kletterstellen und führen über teilweise unmarkierte Passagen. Sie können über Gletscher, Schneefelder und Geröllhalden führen. Ihre körperliche Verfassung sollte außergewöhnlich gut sein, um diese Höhenwege zu wandern.
  • Die Kennzeichnung der Wanderwege in der Schweiz erfolgt über unterschiedliche Farben:
     
    Wanderwege: gelb mit gelber Spitze
     
    Bergwanderwege: gelb mit weiß-rot-weißer Spitze
     
    Alpinwanderwege: blau mit weiß-blau-weißer Spitze
     
    Winterwanderwege: pink (in der Saison markiert)Hinweise: Winterwanderwege stellen keine besonderen Anforderungen.

Unterkünfte für deinen Wanderurlaub


Booking.com

Wanderführer & Wanderkarte