Dry Bag – der wasserdichte Packsack für jeden Outdoor Trip

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Ein Drybag oder Trockensack ist eine praktische Sache - mit und ohne Tragegurt - bei allen Abenteuern outdoors. Vor allem natürlich, wenn Sie von vorne herein wissen, dass es nass werden wird, weil Sie entweder per Boot, Kanu oder Kajak unterwegs sind oder weil Sie in einem Gebiet zum Camping oder Paddling gehen, das reich an Regen ist. Die Trockentasche hält auf der Reise alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände beim Wandern, Klettern, Bootfahren, Skifahren und auch bei Flussüberquerungen trocken.

Frau mit Dry Bag am Strand
Ein Dry Bag ist vielseitig einsetzbar und schützt perfekt vor Nässe.

Drybags werden von vielen Herstellern im Abenteuer-Segment angeboten und online sind mehrere Tests zu finden. Es scheint, als ob alle Drybags die Aufgabe, Dinge trocken zu halten, gut erfüllen. Die Unterschiede finden sich im Gewicht und im Style. Eine Kaufberatung im Geschäft ist meist nicht von Nöten. Ein Trockensack ist ganz einfach und unkompliziert zu kleinem Preis online zu kaufen. Die Auswahl ist riesig und es gibt Säcke mit und ohne Tragegurt aus robusten Materialien zu günstigen Preisen. Im Internet finden Sie auch Online-Dienste mit Tipps für das Handling des Dry Bag.

Ein Tipp am Rande: Lassen Sie sich nicht von den Hinweisen auf die Cookie-Policy der Webseiten irritieren und legen Sie ihre eigenen Einstellungen fest bzw. lehnen Sie jedes Tracking ab. Oft wird auch der Seesack ein Drybag genannt, wobei die beiden Dinge voneinander sehr verschieden sind. Ein robuster Seesack ist nicht unbedingt wasserdicht, er hat eine große Öffnung und kann als Rucksack oder über der Schulter transportiert werden. Der Seesack hat ein sehr großes Volumen in Litern und wird - nomen est omen - von Seeleuten auf See benutzt. Seesäcke sind auch perfekte Reise-Begleiter für Familien um all den Kinder-Kram an den Strand zu schleppen. Schaufeln, Bagger, Sandel-Zeug - alles fliegt in den geräumigen Sack und muss nicht einmal vorher entsandet oder getrocknet werden. Auch einen Seesack können Sie im Internet kaufen.

Beliebte Drybags auf einen Blick

Unterschiede bei Dry Bags

Trockensäcke unterscheiden sich in verschiedenen Kriterien:

  • Größe
  • Volumen (in Liter)
  • Verschluss
  • Verarbeitung
  • Nähte
  • Extras
  • Gewicht
  • Material
  • Preis

Die Größe und das Volumen vom Dry bag

Drybags gibt es so klein, so dass gerade einmal ein Smartphone hineinpasst, so wie das Modell “Mpow Universal Waterproof case”. Die Handyhülle sieht professionell aus und bietet einen ebenso umfassenden Schutz wie die Konkurrenzprodukte. Wenn Sie Ihr Handy zum Kajakfahren, Rafting, Angeln oder anderweitig in der Nähe des Wassers verwenden wollen, ist die Mpow-Handyhülle ideal für Fotos im und am Wasser. Sie ist auch groß genug, um die größten Telefone auf dem Markt zu schützen. Durch die eingeschlossene Luft in der Hülle, schwimmt sie auf dem Wasser. Die größten Trockentaschen fassen ca. 100 Liter und haben dementsprechend große Abmessungen.

Drybag in verschiedenen Größen
Ein Dry Bag ist in nahezu jeder erdenklichen Größe und mit verschiedensten Volumina erhltlich.

Die beste Möglichkeit, herauszufinden, welche Trockentasche die richtigen Einstellungen für Ihr Abenteuer hat, ist festzulegen, was alles im Dry Bag Platz finden soll. Drybags schützen bei allen Aktivitäten wie beispielsweise Paddling, Rafting, Segeln und Snowboarden nicht nur vor Wasser und Nässe, sondern auch vor Schmutz, Feuchtigkeit und Sand. Je mehr Luft im Sack verbleibt, umso besser der Schutz vor eindringendem Nass, wenn der Packsack auf dem Wasser schwimmt - wenn er zum Beispiel beim Rafting über Bord geht.

Das Fassungsvermögen ergibt sich aus der Größe. Wenn Sie auf dem Sup für einen kurzen Ausflug auf den See unterwegs sind, brauchen Sie keine trockene Wäsche oder Ähnliches mitzunehmen, da reicht ein Drybag für das Handy, Geld, den Schlüssel oder die Kamera und Wertsachen. Auf einer mehrtägigen Kajakfahrt sieht die Sache schon anders aus.

Decktaschen mit verstellbaren Riemen eignen sich besonders gut zur Mitnahme im Boot, weil sie mittig eine große Öffnung haben, die leicht zugänglich ist, und die Riemen zum Festzurren auf dem Kajak ideal sind. Decktaschen sind auch für andere Aktivitäten geeignet.

Der richtige Verschluss

In Sachen Verschluss gibt es unterschiedliche Varianten. Bis 30 m wasserdicht sind die magnetischen Verschlüsse der Firma fidlock. Der Verschluss besteht aus einem magnetischen Band, das sich selbst schließt, wenn es nicht offen gehalten wird. Es müssen keinerlei Einstellungen vorgenommen werden.

Verschluss eines Dry Bag
Ein Typischer Verschluss eines Dry Bags.

Das Smartphone kann in einer solchen Hülle immer noch benutzt werden, sogar zum Telefonieren. Der Touchscreen bleibt auch beim Wassersport bedienbar. Sogar beim Hände-Waschen können Sie die Hülle einfach mit waschen und das Handy im Trockenbeutel belassen. Diese wasserdichte Trockentasche gibt es in 5 Größen und verschiedenen Farben, wobei die größte Größe für ein Tablet geeignet ist.

Die gebräuchlichste Verschlussform ist eine Art Rolltop/Rollverschluss. Die große Öffnung oben am Drybag wird geschlossen (Kanten aufeinanderlegen) und mehrfach nach unten gerollt. Nach dem Einrollen führen Sie die beiden Enden mit dem Klick-Verschluss ringförmig zusammen: der Trockensack ist nun dicht mit dem Rollverschluss verschlossen.

Worauf ist bei der Verarbeitung des Dry Bag zu achten

Was die Verarbeitung angeht, so gibt es Unterschiede zwischen tauchfest, wasserdicht und wasserabweisend. Die meisten Drybags sind geeignet um den Inhalt gegen Spritzwasser trocken zu halten. Wichtig ist, dass das Einrollen korrekt und dreimal ausgeführt wird. Auch wenn Sie sie als Innensack im Rucksack verwenden, bleibt der Inhalt bei einem Regenschauer trocken. Wenn der Inhalt des Drybag allerdings absolut nicht nass werden darf (Wertsachen), dann muss es ein wirklich tauchfester Beutel sein. Tauchfest bedeutet allerdings nicht, dass Sie den Sack mit auf den Grund des Meeres nehmen können.

Die Nähte der Trockenbeutel sind in der Regel verschweißt oder wasserdicht versiegelt. Bei tauchdichten Packsäcken sind die Nähte am Body immer verschweißt. Andere Nähte, wie die an den Schulterriemen, nicht, weil es dort unerheblich ist.

Oft haben wirklich tauchdichte Packsäcke Seitenfächer, die nicht tauchdicht sind, sondern nur wasserdicht oder wasserabweisend. Es ist wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass Sie in diesen Fächern nur Dinge verstauen, die feucht werden dürfen. Der Stormsurge von Patagonia hat neben einem kleinen Frontfach, welches nicht tauchdicht ist, seitliche Riemen für Angelzeug oder auch eine Wasserflasche. Die meisten Rucksäcke, die als Drybags fungieren, bestehen allerdings aus nur einem großen Fach ohne Extras.

Beliebte Produkte verschiedener Hersteller

Sehen wir uns die Produkte einiger Hersteller ein wenig genauer an.

Nordkamm Drybag

Bei der Firma Nordkamm gibt es Packsäcke, die eine Wassersäule von 10.000 mm haben, dies fällt unter wasserabweisend. Zum Vergleich: GORE-TEX® Membrane haben eine Wasserdichte von 20.000 mm. Eine Wassersäule von 10.000 mm schützt vor Feuchtigkeit, hat aber bei starkem Regen keine Chance.

Die Nähte sind auch bei den Packtaschen der Marke Nordkamm verschweißt. Als zusätzliche Sicherheit gegen Verlust (nicht gegen Feuchtigkeit) haben die Nordkamm-Packsäcke einen zusätzlichen Riegel, der per Schloss oder Karabiner gesichert werden kann.

Der Dry Bag von Unigear

Die Dry Bags des Herstellers Unigear werden mit einem Fassungsvermögen von 2 Litern bis 40 Litern angeboten. Das Tolle bei den Packtaschen der Marke Unigear ist die Vielzahl an Farben, aus denen Sie wählen können. Die Unigear Taschen sind dafür allerdings aus PVC, das in der Herstellung problematisch ist.

Nicht nur gilt der Ausgangsstoff Vinylchlorid als krebserregend und steht im Verdacht, das (menschliche) Erbgut zu verändern, sondern auch der Herstellungsprozess von PVC gilt durch den Einsatz von Additiven, die Phthalate enthalten, welche eine hormonelle Wirkung haben, als umweltschädlich. Die Verwendung von Phthalaten ist durch die EU-Kommission in Kinderspielzeug verboten.

Hawk Dry Bag

Die Dry Bags von Hawk machen einen besonders reißfesten und strapazierfähigen Eindruck. Den Hawk-Packsack gibt es in drei Größen: 10, 20 und 30 Liter. Das 500D Tarpaulin-Material von Hawk ist relativ leicht und flexibel. Der kleinste Packsack hat einen gepolsterten Schulterriemen, die beiden größeren Packsäcke können mit zwei Schultergurten wie ein Rucksack getragen werden.

Auf den Schultern besitzen die Riemen verschiebliche Polster, die den Druck gut verteilen. Die Dry Bags haben eine gute Qualität und kommen bei Tests besonders gut weg.

Dry-Bag von Patagonia

Die Packs der Stormsurge Reihe von Patagonia sind tauchfest. Sie sind mit einem großen wasserdichten Hauptfach ausgestattet, das von oben beziehungsweise der Seite leicht zugänglich ist. Das Nebenfach vorne auf der Trockentasche ist nicht tauchfest, sondern nur wasserabweisend. Das Geheimnis ist der TIZIP® Reißverschluss, welcher kein Wasser in den Innenraum gelangen lässt. Den Stormsurge gibt es als Rucksack mit Schulterriemen und Hüftgurt und als Sling-Bag mit einem Schultergurt. Patagonia hat nur zwei Farben aufgelegt: schwarz und grau.

Wissenswertes zum Gewicht der Trockenbeutel

Das Gewicht eines Trockenbeutels hängt ganz von der Größe und des verwendeten Materials ab, welches wiederum die Dichte bestimmt. Es reicht von wenigen Gramm bis zu mehr als einem Kilogramm. Ein Sack aus Ripstop-Nylon wird niemals tauchdicht sein ohne eine Beschichtung mit TPU. Eine wasserdichte Handyhülle ist auch naturgemäß leichter als ein Drybag mit 8 Litern Volumen. Auf Wanderungen und Kajak-Touren werden Sie versuchen, das Gewicht möglichst niedrig zu halten - also eventuell nur die wirklich wichtigen Dinge vor Wasser zu schützen. Die Drybags, welche den IPX6 Standard erfüllen, sind völlig ausreichend und haben oft ein kleines Packmaß und Gewicht. Das Packmaß ist wichtig, wenn Sie wenig Platz haben, um den Trockensack zu verstauen.

Fakten zum Material der Drybags

Das Material vieler Packsäcke ist Nylon. Aber auch Vinyl kommt zum Einsatz. Vinyl hat keine Poren, da es nicht gewebt wird und ist damit von vornherein dichter als Nylon, welches gewebt ist. Vinyl ist flexibler und UV-beständig, wohingegen Nylon abriebstärker und langlebiger ist als Vinyl. Zu beachten ist bei all diesen Stoffen die Umweltverträglichkeit. Es ist wichtig, dass das verwendete Material reißfest ist, denn Löcher lassen natürlich Feuchtigkeit eintreten.

Den richtigen Dry Bag für den jeweiligen Einsatzbereich finden

Je nachdem, wo Sie Ihre Trockentasche nutzen möchten, kann das ein oder andere Produkt besser oder schlechter geeignet sein.

Auf dem Wasser

Dry Bag bei einer Boots Tour
Der Trockensack hält deine Sachen selbst auf dem Wasser komplett trocken.

Wenn Sie mit dem Kajak oder auf dem Sup unterwegs sind, eignet sich eine Trockentasche wie die “Watershed Decktasche Aleutian” am besten. Der Trockensack ist flach und hat viele Möglichkeiten der Befestigung. Die große Öffnung zum Eingriff erlaubt den Zugriff auf den Inhalt auch während der Kanufahrt oder bei anderen Arten des Wassersport. Die Taschen der Firma “Aquapac®” sind nach IPX6 Standard wasserdicht und haben einen Rollverschluss mit Schnalle. Der Hersteller verwendet gehärtete Säume, die straffes Aufrollen ermöglichen. Nach dreimaligem Rollen hält der Verschluss mit Schnalle wasserdicht und alle Handtücher und andere Utensilien bleiben trocken.

Beim Zelten

Zelt im Regen
Eine Situation, in der ein Drybag eine große Hilfe ist. Selbst bei einer Überschwemmung bleiben die wichtigsten Sachen trocken.

Wenn Sie den Drybag nicht auf Ihrem Rücken wie einen Rucksack mit Schultergurten transportieren oder auf dem Fahrrad befördern müssen, spielt das Gewicht eine untergeordnete Rolle. Alle Gegenstände, die Sie mitnehmen wollen, müssen dann einfach nur Platz im Auto haben. Auch wenn es sich nur um kurze Strecken handelt, aber die Tauchdichte gewährleistet sein muss (wie beim Angeln), kann der Rucksack schwerer sein. Mit einem Trockensack sind Sie jederzeit gut beraten und wenn Sie ihn umsonst mitgenommen haben: umso besser. Nichts ist ärgerlicher als wenn eine teure Kamera-Ausrüstung durch einen Wasserschaden unbrauchbar wird.

Alles, was Sie zum Beispiel beim Trekking im Rucksack transportieren wollen, sollte ultraleicht sein. Es gibt spezielle Ultraleicht-Ausrüstungsgegenstände - alles, was es für die Disziplinen Trekking und Ultraleicht-Wandern gibt - kommt mit sehr wenig Gewicht aus, vom Ultraleicht-Zelt bis zum Ultraleicht-Handtuch.

Was ist der IP-Standard?

Das IP Symbol steht für “Ingress Protection” also dem Schutz vor einem eindringenden Agens. Das “X” bedeutet, dass der Schutz vor eindringendem Staub bei diesem Modell nicht bewertet wurde. Denn auf das “X” muss eine Zahl folgen, die den Grad an Wasserdichte angibt. IPX6 bedeutet, dass eine Tasche den Inhalt auch bei kraftvollem Spritzwasser trocken hält. IPX7 und IPX8 stehen für wasserfeste Materialien. Diese Drybags sind tauchfest bis zu 1 Meter Wassertiefe bis zu einer Dauer von 30 Minuten (IPX7). IPX8 wird vom Hersteller definiert und überschreitet die Qualifikation von IPX7. Zum Tauchen ist kein Dry Bag geeignet, die wasserdichten Eigenschaften reichen dafür nicht aus.

Folgt auf IP eine Zahl (kein X), so wird die Dichte gegen Eindringenden Staub/Schmutz bewertet.

Fazit zum Dry Bag

Drybags sind bei allen Outdoor-Abenteuern zu empfehlen, denn auch, wenn Sie nicht planen, nass zu werden, liegt das durchaus im Bereich des Möglichen und es ist einfach ärgerlich, wenn Ausrüstung durch Nässe ruiniert wird.

Drybags bei Bergfreunde
Dry Bags bei Bergfreunde

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