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Chalk Test 2020 – Testbericht zu Chalk, Magnesiapulver und Liquid

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Was ist Chalk

Boulderschuh
Chalk... Das weiße Gold für sicheren Halt beim Klettern und Bouldern.

Wenn wir Kletterer über Chalk reden, kommen Außenstehende schnell auf den Gedanken, es handle sich dabei um irgendeine Art Zauberelixier. Ein weißes Wundermittel, das uns regelrecht die Wände hochfliegen lässt. Doch das ist natürlich weit gefehlt. Dennoch besitzt Chalk tatsächlich eine Eigenschaft, die uns nicht nur subjektiv das Leben beim Klettern leichter macht. Bevor wir jetzt aber ins Detail gehen, möchten wir noch darauf hinweise, dass die korrekte Bezeichnung eigentlich nicht Chalk sondern Magnesiumcarbonat ist. Dies wird aber vermutlich keiner mehr in unsere Köpfe bekommen.

 

Ursprung von Chalk beim Klettern

Der Ursprung des Magnesiumpulvers in sportlicher Hinsicht liegt im Reck- und Ringturnen. Athleten haben es genutzt, um die Hände trocken zu halten. So wurde für mehr Halt und Grip an den Geräten gesorgt. Den Weg in den Chalkbag und somit in den Klettersport fand es grob in den 70er Jahren. Nachgesagt wird es dem amerikanischen Turner und Kletterer John Gill. Er soll erkannt haben, dass die positive Wirkung auch beim Klettern und Bouldern gut genutzt werden kann. Oftmals reicht ein bisschen Grip mit einem Finger, um die Schlüsselstelle einer Route zu schaffen. Dass er damit Recht behalten sollte, beweist die Tatsache, dass heutzutage nahezu jeder darauf zurückgreift. Ob am Fels oder in der Kletterhalle spielt dabei keine Rolle.

Funktionsweise von Magnesiumcarbonat

Wie Magnesiapulver letztlich in der Praxis funktioniert, ist denkbar einfach. Mit einem Griff in den Chalk Bag trägt der Kletterer die meist in Pulverform erhältlich Substanz auf die Hände oder Finger auf. Dabei wird der Schweiß förmlich aufgesaugt, so dass mit trockenen Händen geklettert werden kann. Klettergriffe, Felsleisten oder Vorsprünge die mit feuchten Fingern kaum oder gar nicht zu halten waren, lassen sich nun überwinden.

In welchen Formen gibt es Chalk

Grundlegend lässt sich sagen, dass es Chalk in drei verschiedenen Formen gibt. In fester Form als Block, in flüssigem Zustand und zu guter Letzt als Pulver.

Chalk als Pulver

Die Pulverform ist besonders bei Sportkletterern beliebt. Das liegt einfach daran, dass es sich am besten in den Chalkbag füllen lässt. Ihr könnt es also immer mit am Mann führen und bekommt mit einem kurzen Griff in den Magnesiumbeutel um schnell wieder Grip. Die anderen Varianten lassen sich in der Wand eher schwierig handhaben.

Vorteile

  • leicht dosierbar
  • bei Mehrseillängen einsetzbar
  • Hände sofort trocken


Nachteile

  • hohe Staubbelastung
  • Rückstände am Fels und Boulder
  • Hält im Vergleich nicht so lange

Flüssiges Chalk / Liquid Chalk

Diese Variation gewinnt zunehmend an Beliebtheit, findet aber vorwiegend beim Bouldern Anwendung. Der Effekt scheint ein wenig besser oder langanhaltender als beim Pulver zu sein. Für lange Touren, wo es dann doch nicht langlebig genug ist, aber keine Alternative.

Vorteile

  • hält im Vergleich länger
  • keine Feinstaubbelastung
  • kaum Rückstände am Fels und Boulder


Nachteile

  • teuerste Alternative
  • nicht so verträglich für die Haut
  • schwierigeres „Nachchalken“ in langen Routen

Der Block

Der feste Block ist wohl die unpraktischste Abart. In der Theorie könnt ihr ihn euch klein bröseln und ebenfalls im Chalkbag verstauen. Doch das entzieht sich ehr der Sinngebung, da dann direkt auf Pulver zurückgegriffen werden könnte.

Vorteile
  • Hände sofort trocken
  • leicht dosierbar (wenn zerbröselt)
  • sehr preiswert
Nachteile
  • hohe Staubbelastung
  • Rückstände am Fels und Boulder
  • hält im Vergleich nicht so lange
  • muss erst zerbröselt werden